Quälitätsmedien quälen Qualität

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In der glorreichen Sowjetunion gab es den Spruch „В Правде нет известий, а в Известиях нет правды“ — in der Prawda (=Wahrheit) keine Nachrichten (=Iswestija), und in der Iswestija keine Wahrheit. Doch das war ja noch in der guten alten Zeit, als es keine Privatsender und das Internet gab, und man wirklich nur abschreiben mußte.

Heute müssen die Quälitätsmedien schon selbst etwas leisten, wenn Wahrheit und Nachrichten wegmüssen. Erfreulicherweise haben hier besonders deren deutsche Vertreter, spätestens seit der Berichterstattung zum polnischen Überfall auf den Sender Gleiwitz, ein Niveau erreicht, um das uns die ganze Welt beneidet.

Daß n-tv (sprich: N Minus TV) der Opfer in Japan vor zwei Jahren mit Reportagen aus der Konserve gedenkt, die sich um Tschernobyl und die Verherrlichung von GreenPeace drehen, war zu erwarten. Eine Extrascheibe legte dafür heute die ZEIT mit folgender Schlagzeile drauf:

Fukushima-Unglück

Japan gedenkt der Hunderttausenden Katastrophenopfer

Holla, die Waldfee!

Sprachlich würden wir irgendwie „Japan gedenkt Hunderttausender Katastrophenopfer“ für weniger holprig halten. Doch rekapitulieren wir noch einmal den Sachverhalt:

Bei dem Erdbeben selbst kamen nur sehr wenige Menschen um, dafür aber etwa 16.000 bei der Tsunami, die es auslöste. Und in und um Fukushima starb wegen der Überschwemmung des Atomkraftwerks — niemand. Natürlich suggeriert die Schlagzeile etwas ganz anderes, nämlich daß bei der „Atomkatastrophe“ Hunderttausende ihr Leben verloren.

Im Artikel werden dann einfach die Leute mitgezählt, die zeitweilig oder dauernd aus der Umgegend von Fukushima und dem durch die Tsunami überschwemmten Gebiet wegziehen mußten. Nur stimmig wird dann einfach dreist behauptet: „Am schwersten getroffen hat es die Menschen in der Region Fukushima […]“ Bestimmt schlimm für die Betroffenenen, aber doch etwas ganz anderes als, was den 16.000 Opfern der Tsunami widerfahren ist.

Einziger Lichtblick bei dieser Wahrheit in den Nachrichten sind die Kommentare der Leser, die sich eine solche Irreführung verbitten. Etwa bemerkt ein User „schlechteZeit“ zu dem Artikel:

Selbst nach zwei Jahren schaffen es einige Zeitungen nicht ein realistisches Bild der Katastrophe abzugeben. Ja, es gab eine Katastrophe in Japan mit einem Erdbeben und Tsunamie. In Deutschland gab es dafür keinerlei Anteilnahme oder ein Fünkchen Solidarität mit einer Pietätlosigkeit ohne gleichen. Dafür wurde ein Reaktorunglück aufgebauscht, auch ohnegleichen auf dieser Welt. Die Deutschen sollten dafür schämen, wenn sie noch ein Quentchen Anstand haben.

Dem kann man nur zustimmen.

Unser Vorschlag: GEZ-Finanzierung für die ZEIT, dann kann sie sogar ganz ohne Leser auskommen.

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Eine Antwort auf Quälitätsmedien quälen Qualität

  1. Franz Kowalski sagt:

    Hier http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/fukushima-propaganda-a-la-tagesschau/

    finden sie bezahlte GEZ Propaganda von Tagesschau(Inklusive Antwort vom Tagessschau Sprecher der wahrscheinlich auch noch vom Antifaschistischen Schutzwall spricht wenn es um die MAUER geht und leugnet was er sagte) und Deutschlandradio.Und der GEZ Sender Phoenix Untertitelte seine Sendung mit: „Tsunami- und Atomkatastrophe forderte 2011 fast 19000 Tote“

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